Menschliche Ordnung
SO. DA SIND WIR also wieder. Im letzten Monat genau 1 private Verabredung gehabt. Dafür den Umsatz um 25% gesteigert und Porsche gekauft. Die Speisekarte meines Seins.
Gestern dann im Sumpf gewesen, weil Geburtstag der Ahnen. Die Männer saßen auf der einen, die Frauen auf der anderen Seite des Tisches. Man nennt das, klärte mich einer der Herren auf, ostfriesische Sitzordnung. Gefällt mir gut. Kann man meinetwegen aufs ganze Leben anwenden. Ebenfalls meinetwegen müssen sich die Männer da gar nicht mehr an den Tisch setzen. Denn dann – nächste Erkenntnis – sähen sich die Damen wohl auch nicht mehr genötigt, sich die Frisur zu tönen, täglich selbstgeißelnd den aufwändigen Verputz- und Malerarbeiten im Gesicht nachzukommen und könnten mit diesem Doch-doch-ich-passe-in-das-Kaschmirfähnchen-Gepresse aufhören. Während die Kerle langsam verzotteln (und nur noch von ihren Gemahlinnen so halbwegs auf die Optik arrivierter Sozialdemokraten getrimmt werden können), sieht man den Frauen die Mühsal des permanenten Tunens an. In der Zeit könnte man viele Bücher lesen. Oder gegen Bahnhöfe protestieren. Bahnhöfe, an denen dann die jungen Geliebten ihrer weißhaarigen Männer warten werden. Ist mir doch egal.
Auf dem Spiegel-Titel heute also die Guttenbergs. Bisschen eklig. Das wäre dann der erste Bundeskanzler, der jünger ist als ich. Ich kenne solche Brisk-Boys und Gelbhaar-Gerten ja nur aus Agenturen. Mochte sie da schon nicht. Vorhin im Supermarkt sagte eine Frau: "Das sind die Schicksten von der Regierung." Und ich dachte so: Tja, mal zehn Vornamen hintereinander stöhnen, das würde dir schon gefallen, du dürres, tiefgebräuntes Weibchen mit den Schweizer Gletscherspalten im Gesicht. Meinetwegen, alles meinetwegen. Und was darf ich schon sagen? Ich fahre Porsche, vor Gericht ist das bestimmt ein Schuldbekenntnis für alles.
Ich saß gestern übrigens am Kopf des Tisch, genau auf der Naht zwischen Männern und Frauen. Hat mir auch nicht gepasst.
Gestern dann im Sumpf gewesen, weil Geburtstag der Ahnen. Die Männer saßen auf der einen, die Frauen auf der anderen Seite des Tisches. Man nennt das, klärte mich einer der Herren auf, ostfriesische Sitzordnung. Gefällt mir gut. Kann man meinetwegen aufs ganze Leben anwenden. Ebenfalls meinetwegen müssen sich die Männer da gar nicht mehr an den Tisch setzen. Denn dann – nächste Erkenntnis – sähen sich die Damen wohl auch nicht mehr genötigt, sich die Frisur zu tönen, täglich selbstgeißelnd den aufwändigen Verputz- und Malerarbeiten im Gesicht nachzukommen und könnten mit diesem Doch-doch-ich-passe-in-das-Kaschmirfähnchen-Gepresse aufhören. Während die Kerle langsam verzotteln (und nur noch von ihren Gemahlinnen so halbwegs auf die Optik arrivierter Sozialdemokraten getrimmt werden können), sieht man den Frauen die Mühsal des permanenten Tunens an. In der Zeit könnte man viele Bücher lesen. Oder gegen Bahnhöfe protestieren. Bahnhöfe, an denen dann die jungen Geliebten ihrer weißhaarigen Männer warten werden. Ist mir doch egal.
Auf dem Spiegel-Titel heute also die Guttenbergs. Bisschen eklig. Das wäre dann der erste Bundeskanzler, der jünger ist als ich. Ich kenne solche Brisk-Boys und Gelbhaar-Gerten ja nur aus Agenturen. Mochte sie da schon nicht. Vorhin im Supermarkt sagte eine Frau: "Das sind die Schicksten von der Regierung." Und ich dachte so: Tja, mal zehn Vornamen hintereinander stöhnen, das würde dir schon gefallen, du dürres, tiefgebräuntes Weibchen mit den Schweizer Gletscherspalten im Gesicht. Meinetwegen, alles meinetwegen. Und was darf ich schon sagen? Ich fahre Porsche, vor Gericht ist das bestimmt ein Schuldbekenntnis für alles.
Ich saß gestern übrigens am Kopf des Tisch, genau auf der Naht zwischen Männern und Frauen. Hat mir auch nicht gepasst.
kapitaelchen - 18. Okt, 20:34