Montag, 21. Juni 2010

Kann losgehen.

DANN JETZT DOCH endlich mal den OP-Termin bekommen. Wenn alles so geht wie ich es mir vorstelle (warum sollte es?), habe ich die arbeitgeberfreundliche Variante erwischt. Selbst die Voruntersuchung ist auf 7.30 terminiert, so dass mit Glück die Aushilfe nur kurz einspringen muss. Haben die WLAN im Krankenhaus? Kann mir gut vorstellen, wie das UKE wirbt "Die modernste Klinik in der schönsten Stadt Deutschlands mit dem fastesten WLAN", das schreiben sie ja immer, das mit der schönsten Stadt Deutschlands. Weiß der Himmel, wie sie darauf kommen. Ich brauche WLAN, sonst vergeude ich die Zeit nur damit, von Kubanerinnen, amerikanischen Motorrädern oder einer siegenden englischen Mannschaft zu träumen. "Ich brauche WLAN.", auch so ein Satz, den man vor zehn Jahren nicht kapiert hätte. Kleinbus? Holländischer Pudding? Na ja. Gestern dann auch noch endlich mal so Sachen wie Patientenverfügung, Vollmachten etc. zu Papier gebracht. Im Vordruck die Frage "Wer soll auf keinen Fall zum Betreuer bestellt werden"; das liest man dann ja als Eingetragener auch nicht gern. In bestimmt 30% steht da der Name der Mama, bin ich sicher.
Plan also: Am Sonntag mit der Fat Bob auf die Harley Days, am Montag um 7.30 im UKE zur Voruntersuchung, am Donnerstag wird dann aufgeschnitten, um zu sehen, ob das Ding nun bösartig ist, am Montag ganz früh wieder nach Hause, nachdem es gutartig war, am Nachmittag oder spätestens Dienstag zurück in den Laden. Im Krankenhaus endlich mal Zeit, um ein paar Sachen nachzuarbeiten. Hat ja bei dem kleinen Augen-Eingriff schon so hervorragend geklappt – war an vorletzten Donnerstag um 10 und ich dachte, na dann kann ich prima um 18 Uhr mit der Kampagne anfangen. Auch tatsächlich 6 Stunden gesleept, aber dann festgestellt: huch, das mit dem Sehen geht wirklich nicht so gut. Kurz erinnert, wie die Ärztin sagte: nicht lesen, nicht an den Computer, am besten ruhen (what does this word mean?) bis Sonntag. Habe ich dann eben am Freitag um 9 Uhr angefangen. Wissend, wie bescheuert das ist. Wissend, dass mir das schnell um die Ohren oder in diesem Fall auf die Augen fliegen kann. Wird. Wie auch immer. Ich freue mich auf die Harley Days, ich freue mich auf die Ruhe im Krankenhaus. Eins von beiden ist merkwürdig. Beides wahrscheinlich. Gestern ein Buch gelesen, das hauptsächlich im Krankenhaus spielt und in dem dauernd davon die Rede ist, dass zu den Patienten bald "Der Schnitter" kommen wird. Hat mir gut gefallen, der Ausdruck, nicht die Vermutung, dass Ärzte tatsächlich so agieren wie der Typ da in dem Buch. Aussage war schlussendlich: Leben ist Sex, der Rest ist meistens gelogen. Habe über diese Aussage nachgedacht, während ich im Bett lag, das Blinken des Rauchmelders angeschaut und festgestellt habe, dass ich sehr verschwommen sehe, was eine Folge der Nichteinhaltung der Augenärztinanweisung zu sein scheint. Ich stimme dem Autor bzw. seinem Protagonisten nicht zu (so würde man das im Parlament doch sagen, oder?). Leben ist zudem schlafen, essen, Motorrad fahren und singen. Und genau diese Dinge will ich dann auch bald wieder können. Essen und singen wird schwierig werden. Bliebe, schlafend Motorrad zu fahren. Auch ein Weg, dem Schnitter zu begegnen.

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