Montag, 22. Februar 2010

Jostein Gaarder: Die Frau mit dem roten Tuch

HANSER wirbt u.a. mit dem zitierten Satz von Aftenposten: "Ein spannendes Buch mit einem starken, faszinierenden Schluss.". Darin sind so ziemlich alle Lügen über dieses Buch versammelt. Es ist langweilig. Richtig langweilig. Geraune um die großen Themen, so schon tausend Mal gehört, ein Klischee jagt das nächste und kriegt es auch, mit den Binsenwahrheiten geht es nicht anders, den Rest liest man in "Astrophysik für Dummies" oder "Eso for you" besser, der Schluss ist so unüberraschend wie die Standpunkte. Gefasel im Mail-Look. Glaubt man übrigens auch nicht, diese Konstruktion. Norwegische Fingerhut-Philosophie an Esoterik-Schleim. Langweilig, langweilig, langweilig. Gaarder lässt dozieren, man selbst gähnt. So ein überflüssiger Scheiß. Hoffentlich gibt es keine Fortsetzung in dem Stil: Jetzt sabbelt die Frau aus dem Jenseits und erzählt, wie das alles in Wirklichkeit ist, mit dem Tod und dem Leben und sowieso. Eine meiner Aushilfen, die Ich-würde-gern-in-der-Isestraße-wohnen-bin-aber-zu-arm-Lesbe, hat gesagt, den Gaarder verkauft sie mir locker und ungelesen. Geht auch nicht anders, wer den Mist durchlitten hat, fasst das Buch nicht mehr an. Als nächstes steht Walser auf dem Plan, "Mein Jenseits". Kann nur besser sein. Kunststück.

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