Bemerkt

Sonntag, 25. Juli 2010

Alles aus Liebe oder so.

MEINE BESTE Freundin nennt mich "Wurstsemmel".
Der Kunde mit ohne Haare bietet mir an, mich in den zweiten Stock des Vitalclubs zu geleiten und mir beim Ausbau meines Trizeps zur Hand zu gehen.
Die Domina schenkt mir Paral Fliegen-Fänger (sic), verschnürt in Geschenkband in den Nationalfarben, dazu ein Text von Musil, "Das Fliegenpapier". Nein, das ist wohl keine Liebesbekundung, das ist wahrscheinlich eher eine verklausulierte Handlungsaufforderung.
Eine 72-Jährige, 3x gesehen, erzählt mir Details aus ihrem Liebesleben. Sexleben. Ich höre zu und versuche, keine Bilder in den Kopf zu bekommen, habe sie aber 28 Stunden später immer noch. Sie wird wieder kommen und mehr erzählen, man erkennt es an ihren geweiteten Pupillen.
Mein Neffe wirft in Südfrankreich eine Flaschenpost an mich in den Kanal.
Ich packe jetzt mal die große Tasche und fahre später an die Elbe. Versuche vorher, per Google Maps herauszufinden, wie die Flaschenpost schwimmen muss. Denke nicht, dass es einen entsprechenden Routenplaner gibt, der auch noch die Zeit anzeigt.
Liebe lässt einen seltsame Dinge tun. Auch ihre kleine Schwester, die Fliegenfänger-Sympathie. Es ist in Ordnung. Gehört dazu. Nicht der schlechteste Aspekt des Spiels.

Donnerstag, 3. Juni 2010

WM ante portas.

SAß DANN ALSO nach dem Arzttermin nachmittags auf dem sonnigen Balkon und schrieb für den zweiten Job eine Lobhudelei über eine blonde, blauäugige Gräfin. Zehn Meter weiter war private Fußi-Übertragung. Zwei Jungs, wohl fünf Jahre alt, machten Torwarttraining. Der Schütze, auf seinem Trikot die Nummer 13, traf kein einziges Mal von ungefähr 700. Die beiden Jungs sabbelten ohne Unterlass. Torwart: "Ich bin Adler, nein, Butt!" Die 13: "Ich bin Neuer!" Hm, zwei Torwarte gegeneinander. Torwart wieder: "Ich bin Butt!" 13 wieder: "Ich bin Neuer!" Torwart jetzt: "Ich bin Butter!" Daraufhin aus dem Hinterhalt eine Mädchenstimme: "Und ich bin David Beckham!" So ging das die ganze Zeit, die 13 traf wirklich kein einziges Mal, dafür konnte der kleine Torwart tatsächlich beeindruckend springen und fausten. Ich schrieb meine Adel-Weihnachtsstory unkonzentriert zu Ende. Denn: Wer wäre ich gern?

Ach ja, das hier ist jetzt wohl mal vorübergehend geschlossen wg. Tumor. T(um)or so kurz vor der WM, schlechter Witz, keine Ahnung, was der Scheiß soll.

Montag, 24. Mai 2010

Hätte man ahnen können.

HAMBURGER (IM SINNE von Cheeseburger) und Laufband passen nicht zusammen. Spätestens nach 5 Kilometern schon einmal gar nicht mehr. Das. War. Nicht. Schön. Zeit für Tee und Buch.

Dienstag, 11. Mai 2010

Durchblick.

VERTRAGSGEMÄSS ALLE 6 Wochen - ich glaube allerdings eher alle 4, gezahlt wird nach Besuch - kommt der Fensterputzer ins Schüppchen. Er ist eher klein, hat einen Kugelbauch, einen Schnauzer, er sieht immer aus, als wäre er gerade beim Barbier gewesen. Ein Hamburger Michelin-Männchen in grüner Latzhose und schwarzem T-Shirt. Schiebt das Schaufensterregal lässig nach hinten, wenn er an die Innenscheibe muss. Wir Mädchen schaffen das nur zu zweit. Unter Schmerzen. Ich mag den Fensterputzer. Er ist schon auf den ersten Blick nicht der Hellste unter der Sonne. Er ist lieb. (ABER er ist lieb oder UND DARUM ist er lieb?) Er wischt also die Fenster ab, dann kommt er zur Kasse, lässt sich seine 19,04 auszahlen. Heute zudem: "Sagen Sie mal, Sie sind doch eine kluge Frau." Ich schüttele den Kopf. "Na, Sie sind belesen, all diese Bücher hier." Ich schüttele den Kopf. "Doch, doch. Also: Was ist der Sinn des Lebens?" Ich schüttele wieder den Kopf. Ich bin doof, ich rede nur meistens so schnell, dass es keiner merkt. Der Sinn des Lebens. Kleiner hat er es wohl gerade nicht. Aber wie immer, wenn es ums Grundsätzliche geht, wollen die Leute gar nicht die Antwort hören. Sondern nur ihre eigene Erkenntnis zum Besten geben. Fenster-Michel sagt: "Der Sinn des Lebens ist, füreinander da zu sein, sich zu helfen und teamfähig zu sein." Teamfähig zu sein, woher hat er das bloß? Ich nicke, bleibe stumm. "Also so sehe ich das. Ist ja schön, reich zu sein und so, aber ich glaube, der Sinn des Lebens ist das andere, oder?", er schaut mich erwartungsvoll an, aber ich nicke nur wieder. "Na ja, ich wollte nur mal Ihre Meinung wissen, aber Sie sehen das ja auch so, oder?" Halbes Nicken und Lächeln. Er macht sich auf den Weg, bleibt aber oben auf der Treppe stehen, dreht sich um. "Noch eine kleine Frage. Glauben Sie an Wiedergeburt?", kleine Frage, was hat der Mann genommen? Und warum erwischt es immer mich bei solchen Gelegenheiten? Ergebnis jedenfalls: Ich zweifele schwer, dieses Mal sogar mit fünf Worten, er ist überzeugt, er kommt noch einmal wieder auf die Erde, allerdings eher nicht als Tier. Und dann geht er. Ich stehe im Schüppchen, die Fenster sind sauber, überlege kurz, was noch einmal gleich der Sinn des Lebens ist und wie es sich exakt mit der Wiedergeburt verhält. Nach zwei Minuten marschiert eine Millionärsgattin herein und beschwert sich, dass ihr 78-jähriger Mann sich bei den jungen Frauen aufführt, als wäre er 28. Frau knallt Prada-Portemonnaie auf den Tresen und sagt: "Ich halte es nicht mehr aus, ich finde den inzwischen so widerlich." Und so geht das den ganzen Tag, eine Tretmine nach der anderen, ich stehe da und mache jeden Mist mit. Das jetzt seit fast 9 Monaten, und es erscheint mir, als wäre diese ganze Zeit ein einziger Witz, allerdings ohne den Hauch einer Pointe. Die fällt mir an dieser Stelle auch nicht ein. Vielleicht gibt es den Lacher zu dem ganzen Krempel in meinem nächsten Leben als Fensterleder.

Freitag, 30. April 2010

Lichtblick.

SELTEN HABE ich mich in langer letzter Zeit auf etwas so sehr gefreut wie auf die nächsten drei Tage. Morgen früh in den ICE nach Berlin und dann schöne Zeit mit der Besten und dem einzig wahren Hund. Fein, fein, fein. Nach dieser Elendswoche natürlich sowieso. Dermaßen gebeutelt von Krankheit und einem Geschäftspartner (Job 2), der keinen Termin einhält, sondern sie immer und gerne mal gleich um 5 Stunden nach hinten verschiebt, auch die für 18 Uhr anberaumten. Gestern kam die Mail mit der Jobansage "Muss um 11 fertig sein" um 5.02 Uhr. Ich las sie um 8.04. Der Rest war Horror plus Fieber. Aber heute ist beides weg, ich habe verkündet, dass ich todsicher um 22 Uhr die Türen schließe. Das Täschchen ist bereits gepackt, das Ticket gebucht, der Fensterplatz reserviert, die Geschenke sind beisammen, die Beste freut sich, ich freue mich, der einzig wahre Hund wird es auch tun.
In den letzten Tagen ein Flash nach dem anderen, denn der Hamburger Himmel, die Luft, das Wetter, die Menschen, die Sprache, die Bäume, die Straßen, der Geruch – präzise gesagt: alles – erinnert so an früher, nein, es ist genau wie früher. So bin ich aufgewachsen, das hier würde man unter den Begriff "Heimat" packen. Ginge es um eine Entscheidung, müsste ich zugeben, dass Hamburg gegen Berlin im Heimatspiel um mich 7:1 gewinnt. Na ja, 7:2, ein Eigentor dabei. Was mich nicht abhält, jeden Tag über Hamburg zu fluchen. Aber Zuhause ist es einem ja nie recht. Und in spätestens anderthalb Jahren bin ich wieder in Berlin. Vielleicht. Egal. Noch 15 Stunden! Ick freu mir.

Donnerstag, 15. April 2010

Ich kann sie alle nicht haben.

HEUTE SITZT ALSO wie jeden Donnerstag um kurz nach 10 die weiße Rollator-Frau auf dem Bänkchen im Laden. Ohne jeden thematischen Zusammenhang die Frage: Sind Sie verheiratet? Ich: Ne. WRF: Aber wollen Sie nicht? Ich: Ne! WRF: Warum nicht? Ich: Bin ich verrückt? In dem Moment kommt die nächste Kundin herein. WRF: Na dann müssen wir wohl mal aufhören, privat zu sein. Danke, hat mir an Outing-Aktivitäten auch schon wieder gereicht. Aber keine zwei Stunden später kommt der alte Mann. AM: Darf ich Sie zum Essen einladen? Ich: Ne, danke. AM: Warum nicht? Ich: Ich mache so was nicht. AM: Aus Prinzip oder wegen mir? Ich: Aus Prinzip. Was danach kam, war die Zusammenfassung des Buches: Komplimente für Anfänger, das Pilcher-Special. Ich wollte in die Kasse kriechen vor Scham. Der alte Mann ist Mitte 60 und ich verstehe nur jeden zweiten Satz wg. Schlaganfallfolgen. AM fährt allerdings einen sehr hübschen Jaguar. Meine Hamburger Eroberungsliste liest sich inzwischen wie das who-is-who der Schwervermittelbaren. Allein schon das Jack-Wolfskin-Eiche-Nachttischchen, das hier eine Zeit lang mehrmals wöchentlich aufgetaucht ist. Sabbernd. Aushilfe 1 ist jedes Mal lachbrüllend nach hinten in den Sozialraum gestürmt. Dann kam der Obdachlose, der einen zwanzig Zentimeter langen, klaffenden Riss am Hosenlatz hatte. Zwar nicht soff, aber - roch. Großer Fan von moi. Es gibt eine Dame, die gar über 70 ist. Und mich immer anfassen will. Usw. Überhaupt: Die Gegend hat eine offizielle Homorate von 0,0001%. Ich werde dauernd nach meiner Ehe und meinen Kindern gefragt, davon gehen die hier schlicht aus, auch wenn man schon sehr blind und taub sein muss, um bei mir ein Fünkchen Hetero auszumachen. Aber würde ich mich vor den Laden stellen und rufen: "He, Frauen, hierher, Spaß haben!", der Laden wäre pickepackevoll. Mit +60-Hanseatinnen. Nicht wegen mir als Person, natürlich nicht. Sondern weil sie ihr Geld nicht so bewusstlos machen kann; sie merken immer noch, was für eine Scheiße sie da zusammenleben. Gestern rief mich eine Frau an, die wohl vor 2 Wochen im Laden war. Auch Einladung zum Essen. Landhaus Scherrer. Ich kann mich nicht an ihr Gesicht erinnern, an nichts eigentlich. Was ist hier los? Ist mir aber auch egal. Die Botschaft lautet: Lasst mich in Ruhe, ich habe kein Interesse. An Menschen. Vor allem nicht an solchen, die in mein Bett wollen. Diesen zugegeben zweitgeilsten Ort der Welt. Das einzige, was in meinem Leben gerade fehlt, ist eine schöne Stange Zigaretten. Oder schöne Stange Dynamit. Ansonsten ist die Person, die Sie gewählt haben, nicht erreichbar. Nie.

Mittwoch, 7. April 2010

So sieht das aus.

ALSO HIER MAL eine Zusammenfassung, was bei mir u.a. kaputt ist: Herz, Lunge, Seele. Leber müsste eigentlich auch, ist aber nicht. Schultergelenk rechts. Manchmal Hüftgelenk rechts. Manchmal Knie rechts. Augen lala. Schilddrüse angeblich. Hirn mitunter völlig hinüber, hat aber noch gute Minuten. Das sind so die gröbsten Baustellen. Heißt: Ich kann nicht schlafen, nicht denken, keinen Sport machen und erwäge jeden zweiten Tag Varianten von Selbstmord. Bedeutet: Ich bin permanent müde, mache ununterbrochen Fehler, werde bald fett und mein erstes Wort morgens ist "Scheiße". Hat zur Konsequenz: Ich nehme abends alles Greifbare, das eine einschläfernde Wirkung haben könnte, morgens das, was mich wach und konzentriert machen könnte, gehe vier Mal in der Woche zum Sport, kollabiere dabei jedes Mal fast und meine ersten Worte morgens sind "Oh, Scheiße". Nebenwirkung: Ich träume übles Zeug, ich verwirre die Kunden mit überstrahlten Gedankengängen, ich habe einen Bizeps, der ein Handball werden will (aber an einem Hockeyschläger klebt), mein erster Satz ist meistens "Oh, Scheiße, hoffentlich ist der Tag bald vorbei". Das einzige Mal, dass es mir in den letzten sechsunddreißig Monaten gut ging war, als ich Beta-Blocker genommen habe. Da war mein Leben ein belustigtes Fragezeichen. Vor ein paar Monaten hatte ich einen Arzt fast so weit, dass er mir den Stoff wieder verschrieben hätte, aber dann lief es doch nur auf Thiamazol hinaus, was einfach unfassbar langweilig ist. Seit fünf Tagen jedoch nehme ich so einen homöopathischen Mix. An den ich von Anfang an nicht geglaubt habe. Phosphorsonstwas. Und der wirkt. Gleich am zweiten Tag ging es los. Seitdem bin ich, annähernd, in diesem merkwürdigen Zustand, man nennt es wohl – gut gelaunt. Ich fühle mich wie damals zu Beginn der Sommerferien. Oder als würde ich gerade sehr fein Golf spielen. Das ist verwirrend. Macht aber eben auch Spaß. Gestern dann festgestellt, dass ich mich in der Dosierung vertan habe. Tja, vierzig Prozent zu viel genommen. Ist mir egal. Ist ja mein Zeug, ich kann dosieren wie ich lustig bin. Und ich bin gerade ziemlich lustig. So ein Fläschchen hält etwas mehr als zwei Wochen, bei mir also knapp zehn Tage. Kostet 6 Euro. Das kann ich die nächsten vierzig Jahre trinken, dafür reicht es immer. Homöopathie, sehr schön. Ohne mein Fläschchen gehe ich nicht mehr aus dem Haus. Morgens denke ich jetzt "Oh, Scheiße, aber he, was soll's". Phosphor kippen, raus ins Leben, bisschen grinsen. Ich würde gern in so eine homöopathische Bar gehen. Mal durchprobieren. Schnäpschen fürs Knie wäre gut. Das schulmedizinische Zeug schleiche ich jetzt aus, boring.

Dienstag, 30. März 2010

Das Gegenteil von Lucky Strike.

NACH MONATEN mal wieder auf die Rauchfrei-App geschaut. 9001 Zigaretten nicht geraucht seit diesem nicht zu Ende gedachten Tag, an dem ich das silberne Dupont-Feuerzeug endgültig in die Schublade gelegt habe. Besser geht es mir seitdem wahrlich nicht, eigentlich durch die Bank entscheidend schlechter. Und das Freischaufeln des Geruchsinns ist auch nur selten eine Freude. Kurz überlegt, wie lange ich bräuchte, um die 9001 nachzuholen. Die App behauptet, mein Risiko einer koronaren Erkrankung wäre nur noch halb so hoch wie das eines Rauchers. Was tralala ist, weil es genau zwei Organe gibt, die völlig ausgeleiert und über kurz oder lang unbrauchbar sind: Herz und Hirn. Schöne Kombination und sicherlich auch wieder so ein Zeichen. Das Hirn hat dann gleich noch einmal richtig eins abbekommen: Versucht, das Internetradio einzustöpseln, um diesen bescheuerten finnischen Ambient-Sender zu hören, mit 180 km/h hochgeschnellt, mit genau dieser Geschwindigkeit den Schädel auf die Ecke des Bücherbretts gesetzt. Was...für...ein...Schmerz. Und die endgültige Auslöschung der Zentren für Großmut, Aufräumarbeiten und Rechtschreibung. Ich freue mich so aufs Rauchen. Nicht dass ich jetzt gleich wieder damit anfangen möchte. Aber irgendwann wird es soweit sein. Und das wird schön werden. Ich werde auf einem Steg am See liegen und dem Himmel formschöne Lucky-Strike-Wolken schenken. Bis dahin wird das Herz weiter malträtiert, auf dem Laufband heute die Geschwindigkeit bei sanften 8,0 gestartet und dann alle 300 Meter um 0,3 schneller, hui, das tat weh. Mein Leben ist viel Schmerz und viel Hoffnung, scheint mir. Duschen nach dem Laufen tat auch weh, schon ein Tröpfchen auf die Beule genügte. Handtücher liegen immer noch herum, aufräumen geht ja nicht mehr. Organisch bedingt.

Mittwoch, 17. März 2010

Danke, Telefon.

DIE KLEINEN sind zurück aus der Schweiz und rufen aus dem Taxi an. Bruder nach so ein wenig Faktengedödele: "Dein Neffe will dich sprechen." Ich: "Hallo Neffe!" Neffe: "Hallo!", er klingt am Telefon viel jünger, man will ihn sofort in den Arm nehmen und ihn dann in den glitzernden Sommerpool werfen, damit er wackelt vor Lachen. Ich also wieder: "Hallo. Wie geht es, was gibt es?" Neffe: "Ich wollte nur Hallo sagen. Hallo." Ich: "Hallo. Super, dass du wieder da bist, wir sehen uns morgen, okay?" Neffe: "Okay!", kurzes Gerangel am iPhone, "Hallooo! Ich bin's!" Ich: "Hallo Schmetterling, na, war schön in der Schweiz?" Nichte: "Jahaha! Morgen komme ich in deinen Laden, denn ich hab Papi Schweizer Franken gegeben und dann hat er gesagt,...", es folgen Ausführungen zu Wechselkursen und den Möglichkeiten, die sich daraus für sie ergeben haben, meine Nichte ist 5 und will Geld für eine Lillifee-Zeitschrift springen lassen. Meine Nichte hat damals auch gefragt, ob sie Aktien am Laden kaufen könnte. Ich: "Prima, bis morgen." Nichte: "Bis mohorgen! Willst du Papi noch einmal sprechen? Oder Mami?", sie findet es gut, wenn immer alle im Gespräch sind, aber ich beende dann mal das Telefonat. "Ich wollte nur Hallo sagen.", hat man so was Süßes schon gehört? Klar, dauernd, das ist es ja. Gesegnet sei Philipp Reis. Dessen erster Satz war ja wohl: Das Pferd frisst keinen Gurkensalat. Auch schön.

Sonntag, 7. März 2010

Mehr davon.

WÄHREND sie "Meditation für Anfänger" bezahlt, erzählt die Kundin, dass sie nächste Woche mit ihrer Schwester ins Death Valley fährt, um ihren 80. Geburtstag zu feiern. Mir gefällt jeder einzelne Aspekt dieser Episode. Dass sie aussieht wie 69, ist völlig egal.

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